Liebe Freunde und Leser,

wie soll ich Anfangen. Wir waren im Urlaub als sich diese – im ersten Moment – so absolut unglaubliche und unfassbare Meldung im Internet breit machte und sich durch sämtliche soziale Medien fraß wie ein ekelhaftes und unaufhaltsames Krebsgeschwür: Chester Bennington soll tot sein.

„Fake!“ sagte meine Freundin und ich hab es auch nicht glauben wollen. Wir haben versucht zu recherchieren ob diese Meldung glaubwürdig sein kann oder ob das Fake ist.  Im Laufe der Zeit verschwanden bei mir in der Facebook-Timeline die Meldung und ich dachte mir so „Oh funktioniert dieses Fakemeldungsgedöhns von Facebook wohl doch und löscht diese Scheisse“

Erneut meine Freundin: „Hey du hast doch Twitter – schau mal bei Mike Shinoda auf’s Profil ob das das richtige ist“ und hielt mir Ihr Handy so hin, so dass ich diesen Screenshot eines Tweets sehen konnte.
„Ich guck mal…“


Kurz habe ich gezweifelt, hab Gedacht das jemand vielleicht den Twitteraccount gehacked hatte um sich einen dreckigen Scherz zu erlauben. Aber die Zweifel währten nur kurz und so langsam kam dann die Gewissheit, dass das wohl wirklich passiert ist. Die Medien überschlugen Sich, jeder 2. Post bei Facebook von Freunden, Seiten, Promi’s und irgendwelchen Klickbait-Arschlöscher lautete „RIP Chester“. Ich hab auch überlegt, ob ich mich da Anschließen soll und ein kleines Statement verfassen sollte, entschied mich dagegen und habe dann das Handy in die Ecke gelegt und ging schlafen.

Am nächsten Morgen: Facebook an, Twitter an, Bild.de an – nun es hatte sich nichts zum Abend davor geändert und nicht wie vielleicht noch minimal geglaubt, dass das alles nur ein Dummer Scherz war.


Ich bin mit der Musik aufgewachsen – wie einige von euch auch – würde mich aber nicht als richtiger Fan bezeichnen. Sicher bin ich zu „Crawling“ und „In the End“ abgegangen und habe das rauf und runter gehört, aber so richtig gefesselt wie andere Band’s (in meinem Falle HIM) hat mich die Musik nicht. Es waren damals für mich Hit’s ohne jegliche Bedeutung – ohne das ich mich mit dem Inhalt der Song’s bzw. der Band so richtig auseinander gesetzt habe.
Das hielt auch noch ne ganze Weile so an, hier mal was gehört und da mal was gesehen – nicht mehr und nicht weniger


Die richtige Aufmerksamkeit kam dann 2009 mit Franzi (meiner Freundin) die ziemlich großer LP Fan ist und ich die Jungs so gar nicht mehr auf dem Schirm hatte, da ich mich zu diesem Zeitpunkt fast ausschließlich mit HipHop und HIM (was für’n eigenartiger Mix) verschworen hatte.
2009/10 hatte ich dann auch erstmal nen recht fixen Internetanschluss und somit war Youtube auch eine absolute Entdeckung für mich und nutzte die Plattform natürlich auch um Musikvideos und Live-Auftritte zu schauen.
Ich habe es geliebt mir von sämtlichen Band’s für die ich mich interessierte Video’s anzuschauen – vor allem Live-Mitschnitte.
Und so entdeckte ich auch immer Linkin Park mehr für mich und vor allem die immer überragende Stimme von Chester, seine Auftritte seine Leistung auf der Bühne. Wahnsinn. Aber Fan war ich immer noch nicht


Linkin Park lief, wie vieles im Leben, einfach mit. Die Jungs waren da, füllten mit Ihrer Musik unser Leben aus – mal mehr mal weniger – man hörte es, freute sich über neue Alben, neue Liveauftritte und Mitschnitte bei Rock im Park oder andere Festival’s. Sie waren da – passiv.


Chester – ein toller Mann, eine tolle Stimme, einer der mich berührt hat, der mir bei jedem Live-Auftritt (den ich leider immer nur über’s Internet sehen konnte) gezeigt hat, dass er das liebt was er da macht, das er die Menschen liebt und schätzt für die er das macht. Für die er sich (nicht nur ein mal) kaputt gemacht hat. Leider konnte ich diesen Ausdruck live nie selbst erfahren. Franzi und ich haben uns immer mal vorgenommen auf ein Konzert zu gehen – da haben wir es wieder. Machen wenn man die Möglichkeit hat und nicht auf die lange Bank schieben.


screenLieber Chester,

ich sitze hier und schreibe, während  nebenbei der Auftritt auf dem Southside 2017 im läuft, einfach mal meine Gedanken auf. Ich möchte mich bei dir für die Großartige Musik bedanken, die du mir Geschenkt hast und mir immer – und jetzt noch mehr – Gänsehaut und Tränen verschaffst.
Irgendwie ist es immer noch nicht greifbar, dass du uns für immer und endgültig verlassen hast. Du hast dich dafür entschieden und ich denke du hattest deine Gründe und dich dafür zu Verurteilen ist falsch.

Mach’s Gut


 

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