Es gab ja schon länger keinen Artikel mehr auf meinem Blog, was den Hauptgrund hat, dass ich derzeit dabei bin ein bzw. versuche ein Projekt umzusetzen was doch etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt als Gedacht. Aber dazu später mehr.

Ich möchte euch mit diesem Post einfach nur zusammenfassen, was ich letzte Woche so feines erlebt habe.

Viel Spaß mit dem Artikel.

Montag. 05:40 Uhr. Aufstehen. Da ist sie nun, die erste Woche in der ich 4x 10 Stunden arbeite, damit ich den kleinen Moritz an einem Tag von der Tagesmutti abholen kann.

Das bedeutet, dass ich tatsächlich von 06:30 Uhr bis ca. 19:15 Uhr unterwegs bin. Aber was tut man nicht alles. Zumal es ja den schönen Effekt hat, dass ich einen tollen Nachmittag mit meinem kleinen Verbringen kann und das werde ich definitiv genießen.

Ich bin ja, seit dem ich den Blog schreibe, irgendwie viel Aufmerksamer geworden, was meine Umwelt betrifft. Quasi immer ein Auge und Ohr offen, damit ich euch was erzählen kann, wenn es von mir nichts zu berichten gibt.

Aber manchmal braucht man das gar nicht so aktiv zu machen, weil es so offensichtlich ist.

LEGIDA feierte in der Woche den ersten Geburtstag und es waren ein paar Gratulanten zum “Spaziergang” in Leipzig dabei. Ich darf euch daran erinnern, dass ich meinen Arbeitsweg, sei es in die Arbeit oder Heimwärts, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahre. Das bedeutet, das hier 2 Sachen aufeinandertreffen, die mir den ganzen Abend versauen könnten – Denn ich muss mit der Bahn durch das Zentrum, wo diese LEGIDA-Leute ihren Geistigen Brechdurchfall zum besten geben. Naja Innenstadt gesperrt. Bahn fährt Umleitung und ich bin später bei meiner Familie.Ätzend.Braucht kein Mensch.LEGIDA im übrigen auch nicht. Zu den Ausschreitungen in Connewitz durch rechte möchte ich mich ausnahmsweise nicht äußern.

Nach dem die Woche, wie oben beschrieben, startet, tümpelte sie so vor sich her. Es passiert nichts aufregendes oder spannendes. Es war alles ganz normal.

Irgendwann stand ich dann in der früh an der Haltestelle, ich kann euch aber nicht mehr sagen welcher Tag es war, und musste eine Situation beobachten, die mir fast das Herz zerrissen hat.

Ich stand da eben so rum und wartet auf den Bus als an mir eine Frau mit einem Baby im Tragesack vorbei ging und sich währendessen zur anderen Straßenseite umdrehte, kurze innehielt und dann weiter lief.

Ich schaute zur anderen Straßenseite und sah einen jungen Mann mit seiner Tochter an der Haltestelle stehen.

Die kleine hatte ein Kuscheltier in der Hand und weinte bitterlich. Sie deutete in richtung der Frau die eben an mir vorbei lief und weinte.

Der junge Mann stand daneben – statt seine Tochter in den arm zu nehmen, steckte er sich eine Kippe an und beschäftigte sich mit seinem Smartphone. Während die kleine immer noch weinte.

Ich bekam Gänsehaut am ganzen Körper und versuchte mich irgendwie aus dieser Situation zu befreien.

“Geh ich rüber und sag irgendwas” – hab ich mir gedacht. Aber ich weiss ja gar nicht was passiert ist. Vielleicht haut der Typ mich ja auch um. Was auch immer. Es war furchtbar und ich war irgendwie erleichtert, dass dann endlich mein Bus kam – der mich aus dieser Situation rausbrachte.

Während ich das hier schreibe, frage ich mich, ob ich vielleicht doch hätte irgendwas machen sollen. Was hättet Ihr denn gemacht?

Da war er nun – der Tag an dem ich Moritz von der Tagesmutti abholte. Die 5 Stunden die ich arbeitet vergingen wie im Flug und dann machte ich mich auf. Ich war leicht nervös. Warum? Weil ich es hasse mich mit öffentlichen Verkehrsmitteln in “fremdes Gebiet” zu bewegen. Aber es gibt ja zum Glück eine App, die einen erklärt mit welcher Bahn man fahren kann, wann die kommt und wo man aussteigen muss. Perfekt. Genaun das richtige für mich.

“Ding Dong” – zack bei der Tagesmutti geklingelt und paar Augenblicke später ging die Tür auf. Da war er. Mein kleiner süsser Spatz. Wie ich dich vermisst hatte.Wie ich dich jeden Tag vermisse. Stolz berichtet die Tagesmutti gleich, dass er 2 Stunden ohne Probleme Mittagsschlaf gemacht hatte. Das waren 2 Stunden mehr als ich – und ich war Hundemüde. Er hatte sogar das erste mal bei seinen Mädels mit im Zimmer geschlafen. Ja – er ist der einzige Junge mit 4 Mädels. Hahn im Korb. Mal gucken wie Ihn das für seine Zukunft prägt 🙂

Wir hatten einen tollen Nachmittag. Wir waren spazieren, haben gespielt, gelacht und getobt. Haben Abendbrot gegessen und den Abend in der Wanne ausklingen lassen. Dann kam die Mama von der Arbeit und hat Moritz ins Bett gebracht. Perfekt!

Für diesen Nachmittag gehe ich gerne 4x die Woche für 10 Stunden arbeiten.

Das war so ziemlich meine Woche. Wie war eure denn?

Was natürlich auch noch unbedingt zu erwähnen ist, dass am Samstag (02.01.) ein heiß ersehntes Päckchen bei mir ankam.

Inhalt: Die Snapback von Macheta. Anbei sind ein paar Schnappschüsse –  aber auf meinem Instagram-Profil gibts in kürze bestimmt weitere Fotos.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und bis zum nächsten mal.

Euer Mario

image

image

Advertisements

11 Kommentare zu „Die alltäglichen Dramen

  1. Da kann man leider nicht viel machen. Mich schmerzen solche Beobachtungen, die das herzlose Verhalten Erwachsener gegenüber Kindern betreffen, auch immer. Doch wir würden nur Beschimpfungen ernten. Nicht jeden Tag hat man die Kraft dazu, das wegzustecken.

    Bei Schlägen ist das anders. Es ist in unserem Land per Gesetz verboten – so hat man eine Argumentation mit „Rückhalt“, nicht nur rein aus der mentalen Ebene heraus.
    So mancher könnte vielleicht doch über sein Verhalten nachdenken.
    Solange eine solche Chance besteht, mische ich mich ein.
    Liebe Grüße
    Sylvia

    Gefällt 2 Personen

  2. Ich glaube nicht, dass ich anders als Du gehandelt hätte…Du weißt eben nicht, was wirklich „passiert“ ist. Um so schöner ist es davon zu lesen, wie Du mit Deinem Racker die Zeit genossen hast 🙂 Liebe Montagsgrüße

    Gefällt mir

  3. Glaube mir wärs ähnlich wie dir ergangen. Hätte mich nicht eingemischt, obwohl es mir fast das Herz zerrissen hätte. Und nachher hätte ich mich gefragt, ob ich nicht vielleicht doch was hätte sagen können?

    Es ist herzerwärmend zu lesen, wie du Familie lebst. Wunderbar ⭐

    Gefällt mir

  4. Meine bessere Hälfte sagt immer: Du kannst nicht allen helfen. Leider hat er damit recht. Deine Intuition sagt dir dann schon ob du dich einmischen soll oder lieber nicht. Umso schöner ist es zu lesen das du 4x die Woche 10 Stunden arbeitest nur um einen Nachmittag mit deinem Sohn zu verbringen. Das wärmt einem das Herz. 🙂

    Gefällt 1 Person

  5. Der Mann mit Handy und Kippe hat seine Prioritäten gesetzt. Und zwar die genannten. Aufmerksam und Achtsam mit der Umwelt und seinen Nächsten zu sein hat er verlernt. Sonst würde er seine Maus knuddeln und sie trösten. Aber (Sarkasmus) die Aufgabe kann auch das Knuddeltier übernehmen. Das ist geduldig. Und wird alle großen und kleinen Sorgen des Kindes erfahren. Letztendlich ist es bemerkenswert, dass dir die Szene im Morgendlichen Gewühl und Gestresse der Menschen und Fahrzeuge aufgefallen ist. Daher – strahle für dein Kind (Respekt vor den 4×10).

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s